´Reggae Fieber hatte die beiden Tiroler Professa und Syrix schon früh erwischt.
Als sie als 8- und 6-jährige Buben zum ersten Mal ihre Familie in Jamaica besuchten, nahm sie der Flair der Insel und ganz besonders die Vibes der lokalen Soundsystems sofort gefangen – die musikalische Sozialisation der beiden hatte begonnen und kreiste von da an um die Riddims des Ende der 1960er von Künstlern wie Lee „Scratch“ Perry ins Leben gerufenen Reggaes.
Diese frühe Prägung und ihre unbedingte Liebe zu Musik ist auch heute noch die Hauptquelle der Inspiration für Iriepathie, Professa’s und Syrix' Lable Irievibrations Records und ihrem Soundsystem.
Eine Liebe, die im Jahr 2004 ein unvergessliches Erlebnis bescherte, als Iriepathie gemeinsam mit Künstlern wie Sizzla, Beres Hammond, TOK und Chuck Fender auf der Bühne des weltberühmten „Reggae Sumfest“ in Montego Bay auf Jamaica standen.
Iriepathie ist in der weltweiten Reggaeszene ein Begriff geworden und bereits auf allen großen Reggaebühnen Europas (Rototom Sunsplash, Reggae Sundance Eindhoven, Chiemsee Reggae Summer etc.) zu Gast gewesen.
FM4-Hörer und Reggaefans aus heimischen Landen kennen das Duo spätestens seit ihrer Hitsingle „Irievibrations“, ihrem Debut - Album „Reggaestration“ und der im Herbst 2006 veröffentlichten EP „Niemals Aufgeben“.
Reggae wurde von Iriepathie auch immer als wichtiger Dialekt der universellen Sprache Musik gesehen – egal, ob sie ihre Botschaften nun in Deutsch oder Englisch ausdrücken, teilweise auch innerhalb eines einzigen Songs.
Wie bei keiner anderen Spielart des zeitgenössischem Pop-Geschehens sind die Vibes der Musik bei Reggae besonders wichtig, der spirituelle Zugang steht im Vordergrund und der Zuhörer begreift worum es geht, ohne die Texte zwingend Wort für Wort verstehen zu müssen – Reggae war immer schon International und – vielleicht noch stärker - Outernational.
Grenzenlos und über die Idee von Nationen und Staaten erhaben, auch wenn das geographische Zentrum des Reggae sicher immer Jamaica sein wird, zumindest auf diesem Planeten …
Iriepathie’s starke und selbstbewusste Statements überzeugten auch die Amadeus Jury: das Duo durfte die Trophäe als bester österreichischer Alternative Act 2006 entgegen nehmen.
Damals haben sie bei ihrer Dankesrede versprochen, der Insel ihrer Musikwurzeln etwas zurückzugeben.
Dieses Projekt wurde im Februar 2010 abgeschlossen. Um Kindern im SOS-Kinderdorf in Barret Town, Jamaica, eine musikalische Perspektive zu geben, wurde ein Studio mit allen notwendigen Produktionsmöglichkeiten eingerichtet und übergeben.
Die heimische Musikprominenz hat bei der Eröffnung den Kindern ihren Respekt erwiesen.
Die Kinder haben dafür Professa ein Paar gleichfärbige Socken geschenkt, nicht wissend, dass er seine farblich unterschiedlichen Fußwärmer (rechts grün, links gelb) absichtlich so trägt.
Iriepathie möchte die Riddims einer – seit Bob Marley – unsterblichen Musik in die Herzen der Europäer tragen, damit sie gegen manchen Unbill des Lebens weiterkämpfen: trotzig, kritisch, einfühlsam und tolerant.